TRX

Drei Buchstaben, eine griffige Abkürzung und ein Fitnesstrend, der immer mehr Menschen begeistert – doch was steckt eigentlich dahinter? Wir haben uns etwas näher mit dem Thema beschäftigt, um einige Fragen klären zu können: Wie effektiv ist das Programm? Für wen ist es geeignet? Lohnt sich die Anschaffung?

Zunächst einmal stellt sich die Frage: Wofür genau steht eigentlich TRX und woher kommt es? Das Total Resistance Exercise Program entstand eher aus der Not heraus beim US Militär – der Soldat Randy Hetrick, Mitglied der Navy Seals für 14 Jahre, suchte nach einer Möglichkeit, sich auch während seiner Missionen (und damit fernab jedes Fitnessstudios) fit zu halten und bastelte schließlich in bester MacGyver-Manier aus einem Gürtel und einigen Fallschirmseilen den ersten sogenannten Schlingentrainer.

Nachdem dieser verbessert und mittlerweile von allen möglichen Firmen kopiert wurde, kann man heutzutage mittels dieses nicht elastischen Schlingensystems schon mit kurzen Einheiten hocheffiziente Ganzkörper-Workouts absolvieren. Hierbei wird das eigene Körpergewicht im Liegen wie auch im Stehen als Widerstand genutzt.

Diese Trainingsform bringt jede Menge Vorteile mit sich:

  • Man kann Indoor wie auch Outdoor trainieren.
  • Die Bänder haben ein geringes Gewicht und nehmen kaum Platz weg, sie sind somit leicht zu transportieren und eignen sich beispielsweise hervorragend für Geschäftsreisen.
  • Es wird wenig Platz zum Training benötigt, zwei Meter in alle Richtungen (Höhe, Breite und Tiefe) reichen schon aus.
  • Sie lassen sich flexibel einsetzen, ob man nun gerade den (stabilen!) Ast eines Baumes, die Querlatte eines Fußballtores oder einen Querträger in einem der Parkpavillons hier in Hong Kong zur Verfügung hat, man kann seinen Trainingsort im Park wie auch im Fitnessstudio finden.
  • Der Körper leistet jede Menge Balancearbeit, es werden viele große wie auch kleinere Muskelgruppen in die Übung eingebunden – dies führt zu höherer Anstrengung und stärkerem Muskelwachstum.
  • Mit einmaligen Kosten von ca. 2.000 HK$ liegen sie im unteren Preissegment; (Hinweis an der Stelle: Preis für das Original. Kopien in guter Qualität – wie ich sie selbst benutze – sind deutlich günstiger zu bekommen).
  • Vergleichsweise geringer zeitlicher Aufwand, besonders für Anfänger empfiehlt sich eine kurze Einheit von ca. 30 Minuten, auch nach längerer Erfahrung mit dem System sind Einheiten von 45 Minuten vollkommen ausreichend.

Es gibt mittlerweile mehr als 300 Übungen für den ganzen Körper, ob Oberkörper, Körpermitte oder Beine, TRX lässt sich sehr vielseitig einsetzen. Auf YouTube lassen sich Hunderte Videotutorials finden, in denen teils mehr, teils weniger ausführlich einzelne Übungen oder ganze Einheiten gezeigt werden.

Ganz wichtig hierbei: Egal, ob erfahrener Fitnessveteran oder blutiger Anfänger – dank stufenloser Einstellmöglichkeiten des TRX-Systems lässt sich (fast) jede Übung in Kombination mit der Positionierung des eigenen Körpers sehr viel einfacher bzw. schwieriger gestalten.

Besonders in Hong Kong, mit seinen vielen Parks und dem fast rund ums Jahr tollen Wetter, habe ich persönlich das System sehr schätzen gelernt und verwende es regelmäßig.

Doch selbst wenn das Wetter mal nicht mitspielt – auch in den Hong Konger Gyms ist das System natürlich längst angekommen. Um sich mit TRX vertraut zu machen, sollte man es zunächst (wie auch alle anderen Fitnessprogramme) unter Aufsicht anwenden, um sicherzustellen, dass die Übungen korrekt ausgeführt werden.

Wer diese Technik einfach mal ausprobieren möchte oder generell Beratung zum Thema Fitness braucht – eine kurze WhatsApp oder ein Anruf unter 64681369 genügt.

Holger Jüngling

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