Tel Aviv: Die weiße Stadt am Mittelmeer

Eine Städtereise der besonderen Art. Mit mehr als 400.000 Einwohnern ist Tel Aviv, nach der Hauptstadt Jerusalem, die zweitgrößte Stadt Israels und eine pulsierende Metropole mit einem 14 km langen Strand und einer vielfältigen bis ausgefallenen Gastronomie. Es gibt Bars, Clubs und viel Kultur. Hier kann man locker eine Woche verbringen, ohne dass es langweilig wird. 

Die einzige Einschränkung ist der Shabbat, am 7. Tag der jüdischen Woche. Von Freitag bei Sonnenuntergang bis Samstag bei Sonnenuntergang wird geruht. Es fahren keine Busse und die meisten Geschäfte haben geschlossen. Jedoch fahren Sheruts (kleine Sammelbusse und Taxis). Cafés, Bars und Restaurants haben geöffnet – die Tel Aviver verstehen es, das Leben zu genießen.

El Al fliegt direkt in knapp 10 Stunden von Hong Kong nach Tel Aviv. Bis auf die speziellen Sicherheitsvorkehrungen verläuft alles problemlos.

Die beste Reisezeit ist April-Mai und September-Oktober. Wegen des subtropischen Mittelmeerklimas ist es im Sommer sehr heiß und auch die Luftfeuchtigkeit kann sehr hoch sein. Die Winter sind oft kalt und regnerisch.

Bezahlt wird mit Shekel (100 HK$ = 50 Shekel). Kreditkarten sowie EC-Karte sind gängige Zahlungsmittel. Die Preise sind europäisch.
Hotels gibt es in allen Preiskategorien. Die Menschen sind durchweg hilfsbereit und aufgeschlossen, sprechen gutes Englisch und es macht einfach Spaß, sich in dieser Stadt zu bewegen.

Busse sind gut ausgeschildert und günstig, Taxis erschwinglich und der Sherut, vergleichbar mit dem Minibus in Hong Kong, ist ein Erlebnis. Außerdem kann man überall Fahrräder mieten – ein aktiver Weg, um die Stadt zu erkunden oder an der Strandpromenade entlangzufahren.

Die weiße Stadt wird Tel Aviv auch aufgrund der größten Ansammlung von Gebäuden im Bauhaus- und internationalem Stil genannt. Zur Erhaltung wurde sie von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Jaffa ist der arabische Teil im Süden von Tel Aviv. Er besticht durch einen arabischen mittelalterlichen Charme. In den engen Gäßchen der ältesten Hafenstadt der Welt gibt es viele kleine Läden mit Antiquitäten, Trödel, Snacks, Getränken und Souvenirs. Jaffa ist auch eine Künstlerkolonie, in der jeden Tag ein Flohmarkt stattfindet. Im Abu Chasan, Dolphin Street 1, gibt es den besten Humus. Abends kann man wunderschön in der Rabbi Pinchas und Rabbi Chanina Straβe essen oder einfach nur in einer der zahlreichen Bars etwas trinken gehen. Eine Bar neben der anderen – das Leben findet draußen statt und die alten Gebäude bilden dazu eine pittoreske Kulisse. Um den Hafen herum gibt es gute und günstige Fischlokale.

Neve Tsedek, Tel Avivs winziger Gründungsstadtteil, ist ein Dorf zwischen Wolkenkratzern. Sandfarbene und bunt gestrichene Häuser mit mediterranem Flair beherbergen zahlreiche Galerien, Schmuck- und Schuhläden, Cafés und Bars. Hier sollte man unbedingt auch einen Abstecher in die Seitengassen machen. Das ganze Viertel ist sehr romantisch – besonders abends, um essen zu gehen.

Die Sheinkin Street ist gespickt mit ausgefallenen Boutiquen und Cafés, eine Flaniermeile für verrückte Vögel und Treffpunkt der Schwulenszene – toll zum Shoppen oder einfach nur um in einem Café sitzen und die Straßenszenerie auf sich wirken lassen.

Das Tel Aviv Museum of Art ist absolut sehenswert und es gibt interessante Ausstellungen. Im Hagana Museum wird die Geschichte Israels, des israelischen Geheimdienstes und der israelischen Armee gezeigt.

Der Rothschild Boulevard, in dessen Mitte ein von Bäumen gesäumter Fahrrad- und Fußgängerweg verläuft, ist eine der wichtigsten Straßen in Tel Aviv und das Herzstück der Bauhaus-Villen mit angesagten Clubs und Restaurants.

Für Chocolate Lovers: „Max Brenner„, 45 Rothschild Boulevard – Schokolade in allen Varianten oder ein luxuriöses Frühstück.

Hatachana ist ein alter Bahnhof, der nach jahrzehntelangem Verfall wieder aufgebaut und in ein Touristenzentrum umgewandelt wurde. Mit einem alten Frachtbahnhof, einer Backsteinfabrik, Kunstausstellungen, Touristeninformation, Boutiquen und Restaurants ist es eine Top-Adresse zum Frühstücken, aber auch für den Abend. Der Bahnhof befindet sich bei Neve Tsedek, in Sichtweite zum Meer.

Die Strände in Tel Aviv sind alle direkt im Zentrum an der Promenade (Tayelet) und unterscheiden sich wenig. Der Hilton Beach ist gut gelegen – etwas ab von der Straβe, nördlich vom Marina Hafen – benannt nach dem Hilton Hotel direkt dahinter. Der Manta Ray hat eine bezaubernde Aussicht auf Jaffa. Der Volkssport an allen Stränden ist Beach-Tennis und wird teilweise in Dreierreihen gespielt. Es treffen sich Familien und Freunde zum Picknick oder zum Feiern. An einigen Strandbars herrscht am späten Nachmittag Clubatmosphäre und es wird ausgelassen getanzt.

Ein Erlebnis ist der Carmel-Markt (Shouk ha Carmel). Ein arabischer Straßenmarkt auf dem fast alles angeboten wird. Die Verkäufer brüllen zwar herum, was aber nicht stört, denn das ist Middle East pur! Carmel Street (Kreuzung Allenby, Sheinkin, King George)

inhk-Tipps

Restaurants:

  • Raphael (mediteran), Tel Avivs beste Gourmetadresse mit tollem Meerblick.
  • Hotel Montefiore (französisch-vietnamesisch), Montefiore Street 36.  Romantisch in kolonialer Atmosphäre.
  • Pasha (israelisch-türkisch), Haarbaa Street 8. Authentisches Essen.
  • Macom Shel Basar (Fleischrestaurant), Neve Tsedek, Shabazi Street 64.
  • Nanuschka (georgisch), Lilienblum Street 30. Tolles Ambiente – sonntags steigt in der dazugehörigen Bar immer eine Riesenparty.
  • Julia (israelisch-mediterran), Yordei Hasira Street 1, Restaurant Bar mit schönem Lounge-Außenbereich und Blick aufs Meer.

Clubs:

  • Jimmy Who, Rothschild 24
  • Mojo, Karlibach Street 7
  • Cat & Dog (für echte Cluber), Karlibach Street 23

hp

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