Shopping in Shenzhen

In Shenzhen sind die Preise verhandelbar!

Wer in Lo Wu über die Grenze nach Shenzhen geht und damit in die Volksrepublik China einreist, läuft direkt in eine der größten und bekanntesten Shopping Malls der Stadt. Grundsätzlich recht spannend aber auch stressig, denn hier wird noch gehandelt und die Händler sind nicht zimperlich. Zuweilen müssen sie erinnert werden, dass da ein Kunde vor ihnen steht.  

Schon weit vor den Eingängen zur Mall (Luohu Commercial City) versuchen sogenannte Schlepper die Aufmerksamkeit der Kunden mit: „Hello my friend“ und: „Gucci, Louis Vuitton, Prada, handbag, copy watch“ zu wecken, um sie dann in die Geschäfte zu bringen, wo sie an den Käufen ihrer angeschleppten Kunden profitieren. Einfach ignorieren! Meist bieten die Shops schlechte Qualität und hohe Preise.

Am besten verschafft man sich erst einmal einen Überblick: Es ist sinnvoll, sich vorab eine Einkaufsliste zu machen, in die man auch seine Preisvorstellungen einträgt. Ebenso hilfreich sind Bilder von den Objekten der Begierde auf dem Smartphone oder ausgedruckt. Die Mitarbeiter werden dann mit dem Bild losgeschickt, um die Ware zu besorgen. Wird etwas Interessantes entdeckt, kann das Spiel des Handelns beginnen: Am besten mit einem sehr niedrigen Preis einsteigen und sich auf keinen Fall zum Kauf drängen lassen. Vielleicht auch erst einmal vergleichen. Die Art der Bezahlung sollte man vorher abklären, sie erfolgt in Renminbi (RMB) oder Hong Kong Dollar, manchmal wird auch Kartenzahlung angeboten.

Kleider, T-Shirts, Sportbekleidung, Taschen, Gürtel, Schals, Schmuck, elektronischer Schnickschnack und was das Herz sonst noch begehrt. Auch Bettwäsche, Decken und Handtücher werden zu besten Preisen in unterschiedlichsten Qualitäten angeboten.

Die Schneider in der obersten Etage des Gebäudes sind beliebt. Hier kann so ziemlich alles angefertigt werden – Kleidung, Sofakissen oder Outdoorbezüge werden hier genäht oder nachgeschneidert. Der Stoff sowie Knöpfe und Reißverschlüsse werden in der Regel separat ausgesucht und bezahlt. Die Bezahlung erfolgt direkt. Der Versand gegen Gebühr nach Hong Kong funktioniert gut, ansonsten holt man die Ware vor Ort ab.
Ya Qi Western Style Clothes, 5/F, Shop 19

Lese- und Sonnenbrillen – mit und ohne Sehstärke – gibt es in allen Stilrichtungen, und wer seine Werte vom Optiker mitbringt, kann sich die Brille gleich zum Mitnehmen anfertigen lassen. Die meisten Shops verfügen über die Messgeräte und bei Lieferzeit wird auch nach Hong Kong versandt.
Lily’s Optical Shop, 2/F, Shop 2131

Den ganzen Tag auf Schnäppchentour macht hungrig! Wer nicht gerade allein unterwegs ist, sollte sich die ganze Packung China geben und in einem traditionellen Restaurant eine Mittagspause einlegen. Die Speisekarte gibt es auch auf Englisch und mit Bildern.
Restaurant Laurel, 5/F, Shop 5010

Alles in allem schlaucht ein Tag in Shenzhen, aber meist hat man fette Beute gemacht und sicherlich interessante Begegnungen gehabt. Die Händler handeln hart, rechnen schnell, erinnern sich an einmal genannte Preise und schließen einen Deal ordentlich ab.

inhk-Tipp: Tagesvisa gibt es am Grenzübergang Lu Wu für 168 RMB. Nach der Ausreise aus Hong Kong führt der Weg über eine geschlossene Brücke zu den Einreiseschaltern der Volksrepublik. Hier geht es in einem U-Turn nach links über eine Rolltreppe in die erste Etage zu Visabüro und Wechselstube. Gleich am Automaten eine Nummer ziehen und dann Formulare ausfüllen. An normalen Tagen dauert es ca. 30 Minuten.

hp

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