“PANDAS, PANDAS!”

Im Norden Chengdus, in der Hauptstadt der chinesischen Provinz Sichuan, befindet sich die weltweit größte Forschungsstation ihrer Art für die Pandazucht. Wegen der zunehmenden Zersiedelung und damit verbundenen Zerstörung seiner natürlichen Umwelt ist der Riesenpanda das vermutlich berühmteste, vom Aussterben bedrohte Wildtier. Der Lebensraum der in China heimischen Pandas hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verkleinert. In freier Wildbahn leben heute schätzungsweise nur noch 1.000 Riesenpandas in den chinesischen Provinzen Sichuan, Shaanxi und Gansu.

Symbol Panda
Als Symbol des WWFs und manchmal auch des Artenschutzes allgemein, sowie als eines der nationalen Symbole Chinas, hat der Pandabär trotz seines sehr beschränkten Verbreitungsgebiets weltweite Bekanntheit erlangt.  

Gründe für den Populationsrückgang
Der Riesenpanda (in älterer deutscher Literatur auch Bambusbär genannt) benötigt zur Nahrungsaufnahme große Mengen an Bambus. Ca. alle 15–125 Jahre blüht der Bambus und stirbt danach größtenteils ab. Dann fehlt dem Panda seine natürliche Nahrungsquelle. Ein weiteres Problem ist ihr Desinteresse an der Fortpflanzung. Aus diesen Gründen wurden in China mehrere Zuchtstationen für Pandabären eingerichtet.

Giant Panda Breeding Research Base
Auf 600 Hektar Land, das speziell an den Lebensraum der Pandabären angepasst wurde, leben etwa 83 Exemplare dieser Tierart sowie einige rote Pandas. Die Luft im Reservoir ist stets sehr frisch, da überall dichter Bambus zu finden ist, der viel Sauerstoff produziert. Der Panda kann hier in seinem zwar simulierten, aber dennoch natürlichen Lebensraum beobachtet werden.
Die Aufzucht- und Forschungsstation verzeichnet regelmäßig Erfolge bei der Aufzucht von Pandababys. Die Neugeborenen sind in den ersten Lebenswochen noch nackt. Erst langsam wächst das charakteristische schwarz-weiße Fell.

Die Pandastation beherbergt auch eine Kolonie an Schwarzkragen-Kranichen, ein kleines Museum und ein Kino, wo zum Thema passende Dokumentarfilme gezeigt werden. Ein Restaurant und Souvenirstände vervollständigen das touristische Angebot.

Am besten besucht man die Pandas zur Frühstückszeit zwischen 8:30 und 10 Uhr. Bald danach verabschieden sich die Bären, denn durch ihre karge Bambuskost sind sie nicht besonders aktiv.

Weniger bekannt ist der rote Panda. Er ist kleiner als sein schwarz-weißer Artgenosse und hat einen langen, buschigen Schwanz.

Eintritt: 58 RMB; englischsprachige Führungen werden angeboten.

Gefangenschaft
Der Besuch in der Panda-Forschungsstation ist ein Erlebnis. Man kann die Pandas von weitaus näher betrachten als in den meisten westlichen Zoos. Trotzdem wachsen die Pandas hier in Gefangenschaft auf. Nur wenige Tiere wurden bisher ausgewildert. Nicht alle haben überlebt!
Die chinesische Regierung hat neben dem Panda-Zuchtprogramm im Südwesten Chinas elf weitere Panda-Reservate eingerichtet. Die Jagd und das Baumfällen im Lebensraum des Riesenpandas sind streng verboten. Wilderern drohen lebenslange Haft oder die Todesstrafe.

Anreise
Mit Cathay Pacific, Dragonair, Sechuan Airlines, HK Airlines, Air China oder Hainan Airlines in 2,5 Stunden.

Übernachtung
Im nur 4 km entfernten Hotel Mercure Chengdu North oder in einem der vielen Hotels oder Hostels in der Stadt.

inhk-Tipp: Lan Kwai Fong Chengdu
18 x größer als sein Pendant in Hong Kong, mit Blick auf den Jinjiang-Fluss, findet hier das Nachtleben in den Bars und Restaurants Chengdus statt.

ct

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