Mate-Tee als Szenegetränk?

Wer sich heute an einer deutschen Uni umschaut, dem wird auffallen: Die chronisch übermüdeten Studenten haben dem traditionellsten aller traditionellen Aufputschgetränke den Rücken gekehrt – dem schwarzen Kaffee! Dieser hat Konkurrenz bekommen. Der Trend an den Bildungseinrichtungen geht zum Tee! Nein, kein klassischer Tee, sondern eine Abwandlung des südamerikanischen Yerba-Tees, auch Mate-Tee genannt.

Die Mate-Eistee-Kombination Club-Mate ist seit einigen Jahren auf Erfolgskurs in Deutschland. Klassisch deutsch ausgesprochen [ˈklʊpˌmaːtə] findet das in Bayern gebraute koffeinhaltige und alkoholfreie Getränk immer mehr Anhänger. Heute sind neben den Studenten vor allem die szenigen Clubs in Berlin größter Abnehmer des Kult-Getränks, welches sich auch wunderbar mit alkoholischen Getränken kombinieren lässt.

Zunächst als Sekt-Bronte benannt, gehen die Anfänge bis in das Jahr 1924 zurück, wobei lediglich regionale Bekanntheit bestand. In der Hacker-Szene wurde das Getränk, auch „Hackerbrause“ genannt, hoch gehandelt und erlangte in den 2000ern über die Festival- und Partyszene in ganz Deutschland einen hohen Bekanntheitsgrad. Noch immer ist Club-Mate ein atypisches Getränk. Auch der Hersteller, die Brauerei Loscher, verzichtet bewusst auf Marketingmaßnahmen jedweder Art. Das Fehlen eines offiziellen Brandkonzepts fügt sich geradezu perfekt in den Lifestyle vieler Großstädter, für die Club-Mate mehr als ein Getränk ist: Zeitloses Design, die ungewöhnlich herbe Geschmacksnote, die durch einen deutlich geringeren Zuckeranteil zustande kommt und der transparent-gläserne Auftritt als Glasflasche in Kontrast zu weltweit bekannten Getränkebrauern.

Club-Mate ist in Deutschland nicht mehr wegzudenken und gehört gerade in den Metropolen Berlin, Hamburg und München bereits zum Standardinventar eines Getränkehandels. Mittlerweile ist Club-Mate auch in Hong Kong angekommen und kann unter clubmatehk.com bestellt werden.

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