Kadoorie Farm and Botanic Garden

1945, nach dem Ende der japanischen Besetzung, hatte Hong Kong nur ca. 600.000 Einwohner. Im selben Jahr flüchteten viele Chinesen aus Mainland China nach Hong Kong, so dass die Einwohnerzahl in kurzer Zeit auf 1,5 Mio. stieg. Die meisten dieser Flüchtlinge waren Bauern, die die Kadoorie-Brüder, Sir Horace und Lord Lawrence, mit der 1951 eigens dafür gegründeten Kadoorie Agricultural Aid Association unterstützten. 

Doch die Zeiten änderten sich, die Landwirtschaft wurde rückläufig. So entstand 1995 die heutige Kadoorie Farm and Botanic Garden (KFBG). Sie sorgt für den Erhalt von Flora und Fauna, verbunden mit einer organischen Landwirtschaft und Bildungsprogrammen über den nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgang mit der Natur.
Zu den Aufgaben des Fauna Conservation Departments gehören u. a. Erhalt und Rettung von Wildtieren und, sofern möglich, deren Auswilderung.
Das Flora Conservation Department sorgt für den Schutz und Erhalt bedrohter Pflanzen sowie für die Wiederherstellung zerstörter Lebensräume in Hong Kong und Indo-Burma. Teil davon sind die Vermehrung einheimischer Bäume und entsprechender Aufforstungsprojekte, oder auch der Schutz von Hong Kongs und Chinas Orchideen und Farnen. Besonders wichtig hierbei ist die Untersuchung und Erhaltung der genetischen Vielfalt, die im dafür etablierten Labor in KFBG durchgeführt wird.
KFBG betreibt Naturschutz-Projekte in Hong Kong sowie Südchina und bietet weitreichende Schulungs-Programme für die Öffentlichkeit an.

Die 148 Hektar groβe, bewaldete Farm gliedert sich in zwei Teile:
Im unteren Bereich kann man in den architektonisch der Landschaft angepassten Gemüsegärten einheimische und importierte Arten bestaunen. Eine kleine Auswahl eigener Produkte wird im Farm Shop verkauft. Das darin befindliche kleine Museum wird für die meisten Workshops genutzt. Hier haben z.B. Kinder die Gelegenheit, Gemüse anzupflanzen oder Blumen zu pressen.

Neben den, über das Gelände verteilten, Themengärten gibt es auch Gewächshäuser mit Orchideen und anderen Pflanzen.

Das Rettungszentrum zeigt Hong Kongs Wildtiere, die nicht mehr ausgewildert werden konnten,  und ihre natürlichen Lebensräume. Weiter oben im Gelände gibt es einen Schmetterlingsgarten.

Für Kinder interessant, besonders für jene, die in Hong Kong aufwachsen, sind die Schweineställe. Viele haben noch nie zuvor ein Schwein oder gar ein Wildschwein in echt gesehen.

Das obere Gelände (man muss nicht den Berg zu Fuß erklimmen, Shuttle Busse stehen zur Verfügung) bietet eine Oase der Ruhe, eingebettet in eine wunderschöne Landschaft mit weitreichenden Panoramablicken.

An den abgeholzten Hängen des Tai Mo Shans können Kinder lernen, wie Bäume gepflanzt werden. 

Alle Wege sind unterschiedlich angelegt. Manche sind gesäumt mit Farn, andere mit Orchideen oder aber der Pfad führt einfach nur durch eine Wiese.
Durch die gesamte Anlage flieβen kleine Bäche und sogar Wasserfälle.
Es gibt einige Rastplätze zum Verweilen. Ein Café mit kleinen vegetarischen Gerichten sorgt am Ende des Besuches für Stärkung und Erfrischung.
250 Mitarbeiter kümmern sich um den Erhalt dieser Landschaft.
Ein schöner Ort, um der Natur zu begegnen.

Öffnungszeiten: Täglich von 9:30—17 Uhr, kein Eintritt mehr nach 16 Uhr.
Parkmöglichkeiten sind begrenzt, Führungen nach Anmeldung möglich. 

Kadoorie Farm and Botanic Garden
Lam Kam Road, Tai Po
Tel: 2483 7200 

ct

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