Gerade angekommen in Hong Kong: Was nun?

Neu in einer großen Stadt zu sein, kann ein überwältigendes Gefühl mit sich bringen. Was mache ich als Erstes? Wo finde ich was? Wer kann mir helfen? Diese Fragen beschäftigen jeden, der neu ankommt. Wir geben Tipps, um sich schnell zurechtzufinden.

Wohnung gesucht

Ausschlaggebend, in welcher Ecke man leben möchte, sind meistens die Arbeitsplätze oder die Schulen. So unterschiedlich die Ansprüche sind, so unterschiedlich sind auch die Mietpreise. Hong Kong gehört zu den teuersten Städten der Welt. Ob Kowloon, New Territories oder Hong Kong Island. Am besten, man sucht sich einen Makler und beschreibt genau seine Bedürfnisse – Lage, Anzahl der Räume, zusätzliche Informationen. Sobald man die Wohnung gefunden hat, ist die Anschaffung eines Entfeuchters eine sinnvolle Ausgabe, damit Schuhe etc. nicht schimmeln. Klimaanlagen sind ein Muss, denn es wird sehr heiß in den Sommermonaten. Auch wenn es im Winter nicht friert, ist eine Heizfunktion schön, da es schon recht kalt werden kann, besonders in der Nacht.

Schulen/Kindergärten

Auch hier richtet sich die Auswahl nach den eigenen Kriterien. Soll mein Kind weiterhin deutsch sprechen? Bilingual aufwachsen? Abitur machen? Oder lieber IB? Hier findet man sämtliche Schulen. Wer das deutsche Schulsystem bevorzugt, kann sich an die German Swiss International School wenden.

Helper/Maid

In Hong Kong ist es üblich, dass man eine live-in maid hat. Besonders, wenn man Kinder hat, ist das eine große Hilfe. Meist sind es Frauen von den Philippinen oder aus Indonesien. Sie kümmern sich um den Haushalt, den Hund und die Belange der Kinder. Vor allem playdates werden untereinander ausgemacht. Es ist illegal eine Helferin einzustellen, die nicht in der Wohnung lebt. Jedoch gibt es auch Teilzeithilfen, die im Wohnheim leben. Wer sich entschließt, eine maid einzustellen, der kann sich entweder an eine Agentur wenden oder auch in Expatforen auf die Suche gehen. Oft werden maids weiterempfohlen, wenn jemand geht. Also Augen und Ohren offenhalten.

Notfälle

Kommt es zu einem Notfall, wählt die 999. Das ist die Nummer für Polizei, Feuerwehr und Ambulanz. Als Tipp: Ambulanzen lassen eventuell länger auf sich warten und bringen euch immer ins nächstgelegene Krankenhaus. Wenn es möglich ist, kann man sich auch schnell mit dem Taxi in das Krankenhaus seiner Wahl fahren lassen. Falls man einen Arzt sucht, kann man sich hier informieren oder beim Generalkonsulat nachschauen.

Sicherheit

Hong Kong ist eine der sichersten Städte der Welt. Man kann also beruhigt auch abends allein unterwegs sein. Trotz allem sollte man, vor allem im Gedränge, auf seine Wertsachen aufpassen, denn Taschendiebe gibt es überall.

Wetter

Am besten lädt man sich die App Hong Kong Observatory auf sein Handy. Sie zeigt jede Wetterwarnung sofort an. Gerade Taifunwarnungen sind sehr wichtig. Es gibt unterschiedliche Stufen der Unwetterwarnungen. Bei einigen Warnstufen fallen Kindergärten und Schulen aus, man soll seine Arbeit niederlegen oder es wird der Verkehr eingestellt. Auf der Internetseite des HK Observatory kann man alle Stufen nachlesen. hko.gov.hk

Einkaufen

Wellcome und ParknShop/Fusion sind die Supermarktketten, die am häufigsten anzufinden sind. Hier kann man alle Dinge des täglichen Lebens einkaufen. Wenn es etwas exklusiver sein darf, geht man zum Great (Pacific Place) oder CitySuper (IFC, Times Square, Harbour Mall). Liebhaber britischer Lebensmittel sind im Marks & Spencer sehr gut aufgehoben. Lebensmittel sind meist viel teurer als wir es aus Deutschland gewohnt sind. Günstiger wird es auf den wet markets der einzelnen Bezirke. Dort findet man frisches Obst, Gemüse, Fisch oder Fleisch – deutsche Hygienestandards sollte man jedoch nicht anlegen. Die Öffnungszeiten sind unterschiedlich, jedoch meist länger als in Deutschland und man kann auch am Sonntag in Ruhe shoppen. Falls man gutes Brot haben möchte, kann man bei Maison Eric Kayser oder Marks & Spencer reinschauen. Deutsche Lebensmittel bekommt man z. B. online bei Taste Matters.

Feiertage

Hong Kong hat 17 Feiertage. Dazu zählen christliche, chinesische und patriotische. An allen Feiertagen kann man jedoch weiterhin einkaufen oder in Geschäften bummeln.

HK Identity Card

Jeder, der das 11. Lebensjahr erreicht hat und mehr als 180 Tage in Hong Kong verbringt, benötigt eine HK Identity Card. Man kann sie im Immigration Department beantragen. Am besten vorher einen Termin online vereinbaren. Wer sieben Jahre lang ununterbrochen hier gelebt hat, ist berechtigt, die Permanent Residence Card zu beantragen. Diese Karte bleibt auch nach Rückzug ins Heimatland gültig, man muss aber mindestens alle drei Jahre wieder einreisen.

Job

Viele kommen als Expats hierher. Möchte der mitgereiste Partner auch arbeiten, benötigt er dazu ein Arbeitsvisum. In Hong Kong ist das als mitgereister Ehepartner über das Dependent Visa möglich. Jedoch sollte man sich vorher bei der Firma des Expats erkundigen, wie es in diesem Falle mit der Krankenversicherung aussieht. Man kann sich auch weiterbilden bei diversen Sprachschulen, Goethe-Institut, HKU Space oder Online-Kursen der Open University. Jobs findet man z. B. hier.

Octopus Card

Diese Karte ist unverzichtbar für das öffentliche Verkehrssystem, aber auch für zahlreiche Geschäfte. Die aufladbare Geldkarte wird für die Benutzung der MTR, der Fähre, den Zustieg im Bus oder Minibus oder den Ausstieg aus der Ding Ding (Tram) genutzt. Darüber hinaus kann man in vielen Geschäften und auch im 7-Eleven und Circle K damit bezahlen. Das öffentliche Verkehrssystem ist sehr gut ausgebaut und man kann fast alles mit Bus, Bahn oder Fähre erreichen.

Auto

Fährt man in Hong Kong Auto, gilt es, den Linksverkehr zu beachten, außerdem muss man beim HK Licensing Office einen HK-Führerschein beantragen. Parkplätze sind rar und teuer, ein gebrauchtes Auto dagegen relativ preiswert.

Reisen

Dank der zentralen Lage, kann man sehr schnell ins asiatische Umland reisen. Und selbst nach Australien oder Neuseeland sind die Verbindungen gut. Solange man hier ist, sollte man das ausnutzen und soviel wie möglich erkunden. Natürlich darf ein Besuch in China da nicht fehlen. Hierfür muss man vorher ein Visum beantragen, beispielsweise im China Visa Application Center. Am besten vorher einen Termin ausmachen. bio.visaforchina.org

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