Flora und Fauna in Hong Kong

In den Country Parks findet man eine reiche Vegetation. Der ursprüngliche subtropische Regenwald wurde im Laufe der letzten Jahrhunderte abgeholzt, zuletzt während des Zweiten Weltkrieges. Seit 1850 wird aufgeforstet, zuerst mit eingeführten, in neuerer Zeit vermehrt mit einheimischen Arten. Der Großteil von Hong Kongs Wäldern ist somit jung, d. h. zwischen 50 und 70 Jahre alt.
Heute sind ca. zwei Drittel der unbebauten Fläche Hong Kongs von Wald, Busch- und Grasland sowie an manchen Küstenabschnitten von Mangroven bedeckt. 

Mehr als 3.300 Arten von Gefäßpflanzen wachsen hier. Davon sind ca. 2.000 einheimische Arten und ca. 1.300 eingeführte Exoten. Die bekanntesten Gewächse sind die wilden Azaleen und Rhododendren sowie die Bauhinia, ein Baum, der „HK-Orchidee“ genannt wird und deren Blüte sich in der Landesflagge wiederfindet. Die Wälder werden von Eichen- und Lorbeergewächsen dominiert, weiterhin gibt es Ahorn-, Rosen,- Myrten-, Bambus-, Zaubernuss-, Tee-, Wolfsmilch- und Kieferngewächse u. v. a. Besondere Arten sind eine Vielzahl von Orchideen, Magnolien und Kamelien sowie der chinesische Glockenstrauch.

Größere, wild lebende Säugetiere sind wegen der verstärkten Urbanisierung in Hong Kong rückläufig, aber dennoch in der Natur anzutreffen. Zibetkatzen, Leopard-Katzen und chinesische Stachelschweine sind vor allem in der Nacht in den New Territories zu sehen. Wild ist in bewaldeten Gebieten angesiedelt, Wildschweine sind in einigen Gebieten ebenfalls anzutreffen. Der Kam Shan Country Park beherbergt Rhesusaffen (Makaken). Besucher werden darauf hingewiesen, diese Tiere nicht zu füttern! Brotzeit und Getränke sollten im Rucksack fest verstaut und in affenbevölkerten Gebieten nicht herausgeholt werden!

Kleinere Tiere wie Eichhörnchen, Waldspitz- und Fledermäuse sind häufig in ländlichen Gebieten zu finden. Auf Kühe und freilaufende Wasserbüffel kann man fast überall treffen, besonders aber auf Lantau Island (ein Überbleibsel der ehemaligen Milchwirtschaft).

Über 100 Arten von Amphibien und Reptilien gibt es, unter ihnen mehr als 52 Schlangenarten. Die meisten Schlangen sind harmlos. Zwar gibt es 14 Arten von Giftschlangen, aber nur von acht können die Bisse, wenn nicht rechtzeitig behandelt, tödlich sein.

Hong Kong ist in Asien eine wichtige Zwischenstation auf den Wanderrouten mancher Zugvögel. Jeden Winter suchen ca. 90.000 Vögel Zuflucht in den Mai Po Marshes. In den Fischteichen und auf Wattflächen finden die Tiere ihre Nahrung.

Zur Insektenfauna gehören Spinnen und Skorpionarten. Zudem gibt es etwa 240 Schmetterlingsarten, mehr als 2.000 Nachtfalter- und über 110 Libellenarten.

ct

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