Einmal ins Paradies und zurück: Von Hong Kong nach Boracay

Die Philippinen sind mit ihrem natürlichem Charme und den vielfältigen Freizeitmöglichkeiten ein beliebtes Reiseziel. Vor allem Boracay, die kleine Insel ca. 325 km südlich von der Hauptstadt Manila gelegen, steht mit seinen traumhaften Stränden in vielen Rankings an oberster Stelle!

Zwei Möglichkeiten zur Anreise
Von Hong Kong aus ist Boracay am besten per Direktflug nach Kalibo Airport mit Cebu Pacific zu erreichen. Eine andere Möglichkeit, die auch von Cathay Pacific, Dragonair und Philippine Airlines geflogen wird, ist die Route via Manila über den Flughafen Caticlan. Letztere ist vor allem aufgrund des kurzen Transportweges vom Flughafen auf die Insel verlockend. Da es aber regelmäßig zu Verspätungen und längeren Aufenthalten in der philippinischen Hauptstadt kommt und ein Flughafenwechsel in Manila unabdinglich ist, bevorzugt der Großteil der Hong Konger Vielflieger den Direktflug nach Kalibo Airport.

Von Kalibo aus geht es dann in einer 1,5-stündigen Fahrt mit dem Taxi oder dem Bus nach Caticlan. Am besten bucht ihr den Transport vorab über den zuverlässigen Dienstleister South-West-Travel (southwesttoursboracay.com). Die Angestellten des Reiseveranstalters stehen bereits vor dem Flughafen und machen mit Namensschildern auf sich aufmerksam.

Von Caticlan setzen regelmäßig einfache Outrigger-Boote (ca. 20 Personen) bzw. größere Fähren (ca. 50 Personen) nach Boracay über. Die Transportzeit über Wasser beträgt ca.15 Minuten. Am Flughafen und Pier stehen Einheimische bereit, die sich anbieten, das Gepäck zu befördern. Die Träger sollten mit 20–30 Pesos bezahlt werden.

Freizeitmöglichkeiten in Hülle und Fülle
Auf der Insel ist das gängige Fortbewegungsmittel das tricycle, in das ca. vier Personen passen. Die größeren Hotels und Gästehäuser verfügen über Kleinbusse und Golfkarts als Shuttle für ihre Gäste. Es gibt Bestrebungen auf Elektroautos umzustellen, um Lärm und Luftverschmutzung in kontrollierte Bahnen zu lenken.  

Überhaupt steht die Insel vor einer ökologischen Herausforderung: Bis in die frühen 90er-Jahre gab es noch keinen Strom auf Boracay. Mit den ersten Besuchern, damals vor allem Hippies und Aussteiger (allen voran Schweizer, Österreicher und Deutsche), kam der Tourismus nur gemächlich in Gang. Das änderte sich in den letzten Jahren rapide, sodass Boracay immer öfter als das „Mallorca Asiens“ bezeichnet wird. Heute reisen vor allem in der Hochsaison Asiaten, allen voran Koreaner und Chinesen, auf das einstige Inselparadies. Problematisch ist der Massentourismus vor allem für das sensible Ökosystem der Insel. Die Herausforderung, das kleine Inselchen verkehrs- und umwelttechnisch nachhaltig auszubauen, ist immens. Seitens der Regierung wurde der Handlungsbedarf zwar erkannt – über die Umsetzung ist man sich aber noch nicht einig.  

inhk-Tipp
Nicht zur Hauptreisezeit besuchen! In der Nebensaison ist es ruhiger und wesentlich schöner! Das Nachtleben findet in den zahlreichen Bars der Insel insbesondere in Strandnähe statt. 

Wo ist was zu tun?
Boracay ist eine äußerst lebendige Insel! Am Tag laden Bootstouren, Sportangebote, Wasseraktivitäten und wunderschöne Strände zum Verweilen ein und am Abend geht das bunte Treiben erst so richtig los. Der mit Abstand beliebteste und am dichtesten besiedelte Strand ist der vier km lange White Beach. Der Willy´s Rock ist das Wahrzeichen: Ein großer Felsen zwischen Station eins und zwei mit einer Statue der Jungfrau Maria.
Ein paar musts gilt es unbedingt mitzunehmen:

Puka Beach

  • Sunset Cruise: Segeltörn oder Katamaranausflug
  • Tauchen
  • Schnorcheln

Wassersport
Simone Bartmann kam von der Schweiz über Hong Kong nach Boracay und leitet seit einigen Jahren Windsurf Asia. Regelmäßig (nächster Termin: 8.–22. November) veranstaltet ihr Team Yoga Kite Camps.

  • Windsurfing
  • Tägliches Yoga
  • Kitesurfing Unterricht
  • Stand-up-Paddeling
  • Dragonboat

Ca. ein km vor dem White Beach befindet sich eine Plattform auf dem Wasser. Auf dieser „Wassersportinsel“ wird so ziemlich alles angeboten, was es an Wassersportmöglichkeiten gibt. Boote fahren die Sportler hin und holen sie auch wieder ab. Dadurch ist Ruhe am Strand, und auch die Taucher, Schnorchler, Schwimmer und Kitesurfer können nach Herzenslust ihrem Sport nachgehen.

Ausflüge
Red Pirates Pub
Joey vom Red Pirates Pub ermöglicht nicht nur legendäre Abende, sondern veranstaltet gemeinsam mit seiner britischen Frau auch Tagesausflüge auf seinen inselbekannten Booten. Das Motto der Crew lautet früh wie spät gleich: „Guten Morgen!“

  • Schnorcheln
  • Sunset Cruise
  • BBQ

Let’s Go Sailing!™
Jeremy und das Team Tamarind von Yachting Boracay veranstalten unvergessliche Tagesausflüge mit Bordproviant und netterweise sogar der Bereitstellung der von seinem Team geknipsten Fotos!

  • Sunset Cruise
  • Segelausflug
  • Badeausflug

Essen & Trinken
Restaurants gibt es in Hülle und Fülle. Da das landestypische Essen im Vergleich z. B. zur Thaiküche eher unbedeutend ist, gibt es auf Boracay einen bunten Mix aus aller Länder Küchen. Fast Food steht vor allem bei der jungen Generation hoch im Kurs. Die Restaurants am White Beach sind durchweg gut – vor allem zwei Empfehlungen haben es uns angetan:

Restaurant
Kasbah Boracay, Boat Station Nr.1, White Beach

  • Frische Salate, fein gewürzte Speisen
  • Marokkanische Küche
  • Lounge-Möbel
  • Livemusik

Bar
Red Pirates Pub, Boat Station Nr. 3, White Beach

  • Livemusik
  • Super Stimmung
  • Drinks zu fairen Preisen

Einfach vorbeikommen und ein Bierchen genießen!

Schatten im Paradies
So schön Boracay auch sein mag, so ärgerlich sind seine Schattenseiten:
Kriminelle Banden rauben, in letzter Zeit verstärkt, Touristen aus. Da Boracay vor allem bei koreanischen Touristen ein beliebtes Reiseziel darstellt, sind hauptsächlich sie Opfer der Raubzüge. Die koreanische Regierung traf jüngst philippinische Verantwortliche, um über eine Verbesserung der Sicherheitslage zu beraten.
Es wird also dringend angeraten, mit „leichtem Gepäck“ zu reisen. Wertgegenstände, teure Smartphones, Laptops und Tablets sicher im Safe verwahren oder besser erst gar nicht mitnehmen.  

Zusätzliche Kosten 
Am Pier nach Boracay gibt es drei Schalter: Ein Schalter ist für die Tickets und den Boarding-Pass, einer zum Entrichten der Umweltabgabe und einer für die Terminal Fee. Insgesamt macht das 150 Pesos. Bei der Rückreise ist dann neben dem Bootstransfer (die Boots- und die Busfahrt zum Airport gibt es als Kombiticket) noch eine Flughafengebühr zu entrichten, die mit 700 Pesos zu Buche schlägt.

inhk-Tipp
Unterkünfte gibt es auf Boracay wie Sand am Meer. Keine aber ist so schön und stilvoll wie die Sundown Studios in der ruhigen Phase 3 am White Beach. Mit vier riesengroßen Studios (großzügige Terrassen inklusive atemberaubenden Blick auf das Meer) ist das inhabergeführte Haus mit viel Liebe zum Detail eine wirkliche Empfehlung!
Ein weiteres Plus: Das Sundown Studio ist nicht nur individuell, sondern zugleich auch fortschrittlich, und gehört zu den ersten Hotels der Insel, die als Vorreiter in Sachen Solar- und Warmwasser alle Bestimmungen erfüllen und vom Department of Tourism in die Liste der akkreditierten Hotels aufgenommen wurde.

info@sundownstudiosboracay.com   

Währung: Philippinischer Peso (PHP)
Umrechnung: 1 HK$ = 5,8 PHP

hp/Nina Gassauer

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