Eine Stelle zu hundert Prozent aus Spenden finanziert

Jedes Jahr können sich junge Erwachsene beim CVJM Nürnberg für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in Hong Kong und China bewerben, insgesamt verbringen immer fünf ihr FSJ in Asien. Diesmal sind außerdem erstmals zwei hauptamtliche CVJM-Sekretäre vor Ort: Lea und Mario Drechsler. Mario (29) war zuvor sieben Jahre lang SAP-Softwareentwickler im Klinikum Nürnberg und dort für das Management und die Entwicklung von Inhouse-Projekten zuständig. Lea (28) hat nach ihrem Technik-Journalismus-Studium ein Jahr lang in der Redaktion der „Elektronik-Praxis“ gearbeitet. Später wechselte sie ins Pressereferat der Diakonie Neuendettelsau und engagierte sich zusätzlich in der Öffentlichkeitsarbeit des CVJM Nürnberg.

Über die Partnerschaft zwischen dem CVJM Nürnberg, Hong Kong und Guangzhou lernten die beiden Chinesen und Hong Kong-Chinesen kennen, erfuhren viel über deren Kultur und Sprache. „Die Freundlichkeit und Aufgeschlossenheit begeisterte uns“, erzählt Lea rückblickend. Nach einigen Treffen in Asien, Deutschland und Rumänien entschied sich das Ehepaar, selbst für eine Weile nach Hong Kong zu gehen und sich dort sowohl um die interkulturelle Kommunikation und Zusammenarbeit der CVJM beider Länder zu kümmern als auch die Freiwilligendienstler pädagogisch und seelsorgerisch zu betreuen. Zur Vorbereitung haben Lea und Mario eine Bibelschule in Taiwan besucht sowie ein Studienjahr an der Evangelistenschule Johanneum in Wuppertal absolviert. „Ebenso waren wir viel mit Fundraising und Kontakteknüpfen beschäftigt, denn unsere Stelle ist zu 100 Prozent aus Spenden finanziert.

Die Basis der Drechslers und der fünf FSJler ist im Chinese YMCA – und dieser stellt auch die Unterkünfte auf dem Jugendcampgelände in Wu Kwai Sha (Ma On Shan) zur Verfügung. „Gleich über den Flur unserer Wohnung haben alle internationalen Praktikanten des Chinese YMCA of Hong Kong sowie auch unsere freiwilligen Helfer ihre WG”, berichtet Lea. Sie besteht aus sechs Zimmern, in denen immer zwei junge Erwachsene zusammen wohnen, zwei Bädern und einem gemeinschaftlichen Wohnzimmer sowie einer Küche. „Die Aufgabe der Volontäre ist es, die zum großen Teil diakonische Arbeit des lokalen YMCA in dessen verschiedenen Centern zu unterstützen, dazu unterrichten sie Englisch in Schulen, helfen Neuankömmlingen in Hong Kong bei der Eingewöhnung, unterstützen bei der Nachmittagsbetreuung von Kindern und vermitteln dabei auch christliche Werte.“ Lea und Mario unterstützen sie dabei, fördern und fordern sie. Darüber hinaus werden Austauschprogramme für junge Erwachsene zwischen Festlandchina, Hong Kong, Deutschland und Rumänien organisiert. „Dabei zeigt sich stets, wie wertvoll gegenseitiges Kennenlernen ist und wie diese Partnerschaft hilft, Vorurteile abzubauen. Es ist immer wieder wunderschön mitzuerleben, wie Freundschaften zum anderen Ende der Welt entstehen.

Wer mehr über die Arbeit des YMCA wissen möchte, kann sich auf der Webseite informieren und dort auch den Newsletter abonnieren.

sb

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