Diabetes Typ 2 natürlich behandeln – Ein Erfahrungsbericht

Die Wochenenden waren am Schönsten: Zum Frühstück zwei Brötchen mit Leberwurst und Mettwurst, mittags gerne ein Kotelett mit Sauerkraut, zum Abendessen ein paar deftige Wurstbrote, nicht zu dünn belegt (Brot-Wurst-Verhältnis: 1:1). Dazwischen Kaffee und selbst gebackenen Kuchen. Zum Fernsehen eine halbe bis ganze Flasche Wein gefolgt von einer Tafel Schokolade, wahlweise 500 ml Sahneeiscreme.

Natürlich nicht jeden Tag, denn freitags gab es Fisch.
75 Jahre alt, 176 cm groß und 102 kg schwer: mein Vater.

Sport …? Vom Bett zum Esstisch, weiter zur Couch, zurück zum Esstisch und geradewegs weiter zum Fernsehsessel und am Abend ins wohlverdiente Bett. Nicht an einem Stück, gerne unterbrochen von einem ausgiebigen Mittagsschlaf.
Nein, gesundheitliche Probleme hatte mein Vater nie, nun ja, ein neues Hüftgelenk Anfang des Jahres, der Blutdruck war deutlich erhöht und auch der Blutzucker sorgte bei der Internistin für ein Stirnrunzeln.
Dies war allerdings überhaupt kein Problem: Vor ca. 15 Jahren hatte er Blutdrucktabletten bekommen und selbst der Blutzucker war mit Metformin-Tabletten in besten Händen.
Kontinuierlich, über 15 Jahre hinweg, wurde die Diabetes-Medikation erhöht: Metformin, Glimeperide, Forxiga 10, alles, was gut und teuer ist. Zwischenzeitlich war mein Vater in einer diabetologischen Klinik zur Betreuung.
Irgendwann konnten die oralen Antidiabetika den erhöhten Blutzucker >150 mg/dl nicht mehr senken, Insulinspritzen standen auf dem Plan.
Die Stimmung war am Tiefpunkt angelangt, wie konnte es nur so weit kommen? Wurden doch alle Medikamente immer zuverlässigst eingenommen!
Jetzt war der richtige Zeitpunkt gekommen, das Thema gesunde Ernährung auf den „Tisch“ zu bringen und damit verbunden die Aussicht, bei oralen Antidiabetika zu bleiben.
Der Einsatz: Fünf Tage vegetarische Vollwertkost, 50% Rohkost, kalorienreduziert auf 1.700 kcal, keine Schokolade, kein Schlummertrunk. Kleine Ausnahmen am Wochenende erlaubt.

Drei Wochen später hatte mein Vater fünf Kilo abgenommen, die Medikamente konnten den Blutzuckerspiegel gerade so in Grenzen halten. Der dezente Hinweis, eine Stunde Bewegung an der frischen Luft könnte helfen, wurden mit einem tiefen Seufzer zur Kenntnis genommen. Eine Stunde ging nicht, aber immerhin waren 30 Minuten langsames Spazierengehen möglich. Welche Freude, wenn es einmal regnete.
Langsam erwachte der Ehrgeiz meines Vaters. Die Morgenmedikation blieb, aber am Mittag war der BZ (Blutzucker) so stabil, dass er die Tabletten weglassen konnte. Auch bei der Bewegung hatte er sich verbessert, eine Stunde strammes Laufen machte sogar langsam Spaß. Wie würde der Blutzuckerwert wohl auf eine Woche Buchinger Fasten reagieren?
Erst einmal zwei Entlastungstage, dann fünf Tage bei Gemüsebrühe und Tomatensaft am Abend. Mein Vater kontrollierte den Blutzuckerspiegel in dieser Zeit sehr engmaschig. Die BZ-Tabletten wurden abgesetzt, der BZ-Wert blieb mit 98-110 mg/dl stabil. Mein Vater fühlte sich sehr gut. Anschließend, bei den Aufbautagen, stieg der Blutzucker auf 120 mg/dl an, jedoch nicht mehr darüber hinaus.

Fünf Monate später: 76 Jahre, 176 cm groß, 85 kg: mein Vater.
17 Kilo Gewichtsabnahme, Blutzucker stabil bei 100-120 mg/dl, ohne Blutzuckermedikation, Blutdruck 125-130 / 75-80, auch die Blutdruckmedikation wurde abgesetzt. Ernährung überwiegend vegetarisch, viel Rohkost. Täglich zweimal Sport und für den Winter hat er sich einen Hometrainer und ein Laufband gekauft. Vor drei Wochen feierte er seinen 76. Geburtstag und fühlt sich gesünder und fitter als noch vor 15 Jahren.

Interessant ist, dass der Körper genau einen „Genusstag“ mit Wein oder Schokolade verzeiht, bei zwei Tagen, reagiert der BZ sofort mit einem Anstieg auf 150 mg/dl. Dann hilft ein Buchinger Fastentag und der Zuckerwert fällt wieder.
Seine betreuende Internistin konnte die gesundheitliche Veränderung überhaupt nicht begreifen, war positiv überrascht, dass ihr Patient nach 15 Jahren Medikamenteneinnahme, durch Umstellung der Ernährungs- und Lebensweise seinen Typ 2 Diabetes nahezu kurieren konnte.
Von Dr. Otto Buchinger und Buchinger Fasten hatte sie jedoch noch nie etwas gehört.

Anmerkung: Buchinger Fastenkurse werden für Gesunde von der Deutschen Fastenakademie angeboten.

Diabetiker oder Menschen, die Medikamente einnehmen, sollten in Begleitung eines Fastenarztes fasten. Informationen dazu: Ärztegesellschaft Heilfasten & Ernährung.

Karin Siegler, ärztl.geprüfte Fastenleiterin, Krankenschwester und Hebamme

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