Der Name 香 Hong 港 Kong

Heißt „Hong Kong“ übersetzt so viel wie „Duftender Hafen“? Die Stadt, die an vielen Ecken nicht unbedingt gut riechend ist.

In die europäischen Sprachen ist der Name „Hong Kong“ aus einem chinesischen Dialekt übernommen worden, den heute nur noch die Bootsbewohner, die sogenannten Tankas, sprechen.

Im Kantonesischen klingt die Aussprache „Hong Kongs“ wie „Hönggong“, im Hochchinesischen heißt es „Hsiang-kang“ und in der offiziellen Umschrift „Xiānggǎng“. Die chinesische Schreibweise bleibt dabei unverändert. Im Englischen wird aus 香港 „Hong Kong“, die Deutschsprachigen schreiben den Namen zusammen „Hongkong“.

Das zweite für „Kong“ stehende Zeichen bedeutet „Hafen“ und bezeichnet an der südchinesischen Küste oft größere Buchten, die durch umliegende Berge und Inseln vor Stürmen geschützt liegen und sich dadurch als Häfen eignen.
Der Name „Hong Kong“ bezog sich einst auf den heute „Victoria Harbour“ genannten Hafen der Kolonie.

Die Deutung des ersten Namensteils „Hong“ ist schwieriger. Das Zeichen bedeutet im Grunde genommen „Duft“ und „wohlriechend“, kann aber auch Weihrauch und Gewürze bezeichnen. Deshalb nimmt man an, dass die Stadt den Namen 香港 erhielt, weil hier früher besonders Räucherwerk und Gewürze gehandelt wurden. Weihrauch wurde in großen Mengen in den New Territories gesammelt und dann verschifft. Deshalb roch es im Hafen immer nach Weihrauch. Aber auch in den Tempeln; denn das luftgetrocknete Gummiharz, das aus dem Weihrauchbaum gewonnen wird, dient als Räucherwerk, während sein Öl für Parfüm destilliert wird.

Demnach passt der Name „Duftender Hafen“.

ct

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