Der Hahn kräht zum Essen

Ein bunt bemalter Keramikhahn, der Hahn von Barcelos, ist ein Wahrzeichen Portugals oder jedenfalls des portugiesischen Tourismus. Ein zu Unrecht zum Tode verurteilter Pilger kündigte der Legende nach seinem Richter an, dass der gegrillte Hahn, den jener gerade verspeiste, von seinem Teller springen und krähen würde, wenn er am Galgen hinge. Als sich dies bewahrheitete, sprang der Richter auf, rannte, um den Verurteilten zu retten, doch der Strang hatte sich wie durch ein Wunder nicht zugezogen. Als der Pilger Jahre später nach Barcelos zurückkehrte, ließ er Denkmäler zu Ehren des Heiligen Jakob und der Jungfrau Maria errichten.

Das Jahr des Hahns ist also ein guter Anlass in das vormals portugiesische Macau zu fahren – und es sich schmecken zu lassen. Auf der Halbinsel Macau, unweit des Grand Lisboa, gelten die berühmten portugiesischen Puddingtörtchen „Natas“ bei „Margaret’s Café e Nata“ in der Avendia de Albeida Ribeiro als besonders lecker. Gleich vor Ort, zum portugiesischen Milchkaffee Galao verzehrt, sind sie noch duftig frisch, doch lassen sie sich auch im Karton gut nach Hong Kong mit zurücknehmen.

Für ein herzhaftes Frühstück oder ein authentisches portugiesisches Mittagessen sind es nur ein paar Schritte weiter ins „Caravela Pastelaria“, das sich gleichfalls in der Avendia de Albeida Ribeiro befindet. Dort lässt es sich entspannt draußen sitzen und Leute beobachten.

Wer gleich zu den Casinos nach Kotai will, muss auf traditionelles portugiesisches Essen nicht verzichten: Das „Café Lisboa“ in Taipa (47D Rua de Braganca, in der Nähe der Trabrennbahn) bietet zum Abendessen wunderbare kalte und warme Vorspeisen wie gegrillte Chouricos, Tintenfischsalat, Oliven, Schafskäse und als Hauptgericht nicht nur, aber natürlich auch, Sardinhas und Bacalhau.

Nicht fehlen darf zum Abschluss der portugiesischen Lokal-Empfehlungen in Macau die touristische Institution auf Coloane: Das „Restaurante Fernando“.

Von Hong Kong fahren im 15-Minuten-Takt die Jet-Fähren in einer knappen Stunde nach Macau.

Silke Bender

Leave a comment