Andere Länder, andere Sitten

Tabugeschenke in Asien
Was in Deutschland höflich ist, wirkt in Asien manchmal völlig daneben.

Geschenke werden traditionell nicht in Anwesenheit des Schenkenden ausgepackt.
In China gilt es als habgierig; in Thailand wird durch eine unangemessene Gefühlsregung beim Erblicken des Geschenks ein Gesichtsverlust befürchtet.


Alkohol als Gastgeschenk sollte in muslimischen Ländern vermieden werden.


Obstgeschenke sind bei Chinesen sehr beliebt, nicht aber Birnen. Ausgesprochen klingt die Übersetzung „lí” wie Trennung oder Distanz und vermittelt somit den Zerfall einer Familie. In China ähneln Birnen oft den chinesischen Äpfeln. Also Vorsicht bei der Auswahl des Obstes!


Blumen symbolisieren den Tod. Bei privaten Einladungen würde die Dame des Hauses an eine Beerdigung erinnert werden. Vorsicht auch bei Topfpflanzen: Mit ihnen wird Krankheit assoziiert.


Grüne Hüte und auch Mützen sind ein absolutes No Go! In China und besonders in Hong Kong sind sie das Symbol für einen betrogenen Ehemann.


Halstücher symbolisieren in China ebenfalls den Tod.


Lederprodukte in hinduistischen Ländern sind tabu! Die Kuh gilt als heilig.


Messer zerschneiden nicht nur in Deutschland die Freundschaft. Zudem könnten sie als schlechtes Omen für scheiternde Verhandlungen gewertet werden. Schweizer Taschenmesser bilden die Ausnahme, vor allem, wenn noch ein Cent daran klebt, der jeden bösen Zauber vertreibt.


Parfüm ist nicht lang anhaltend. Da der Duft schnell verfliegt, symbolisiert es in manchen Ländern den Verlust einer Beziehung.


Regenschirme haben in China und Singapur die Bedeutung „ich möchte dich nie mehr wiedersehen“. Ein Übel für viele Firmen, die Regenschirme mit ihrem Firmenlogo gern verschenken.


In streng buddhistischen Ländern wie z. B. in Myanmar gilt ein Geschenk an einem Sonntag als Respektlosigkeit gegenüber Buddha.

 
Schuhe werden auf den Philippinen als Fortlaufen interpretiert.


Spiegel- und Glasgeschenke sind ihrer Gebrechlichkeit wegen ein schlechtes Omen für ein gutes Leben.


Taschentücher werden besonders in Thailand auf Beerdigungen benutzt. Mit dem Abtrocknen der Tränen wird ein Mensch für immer verabschiedet.


Uhren signalisieren vor allem in China ablaufende Lebenszeit. Eine Ausnahme stellt die Schwarzwälder Kuckucksuhr dar.


Vier ist besonders im ost- und südostasiatischen Raum eine Unglückszahl. Deswegen niemals vier Geschenke oder auch nur eine Pralinenschachtel mit vier Geschmacksrichtungen verschenken!

Verpackung
Neben dem Inhalt ist die Verpackung z. B. in Südkorea oder in Japan besonders wichtig. In diesen Ländern sind diese für sich schon kleine Kunstwerke. Deshalb immer auf ein hochwertiges Äußeres achten und die richtige farbliche Auswahl des Geschenkpapiers treffen.

  • Rot passt für fast alle Gelegenheiten.
  • Pink ist noch akzeptabel.
  • Gold und Silber eher nur bei Hochzeiten.
  • Blau, Weiß und Schwarz vermeiden! Diese Farben symbolisieren Trauer und Tod.
  • Gelb ist in Malaysia und Thailand ausschließlich die Farbe des Königs.

Markenprodukte sind beliebte Geschenke in Japan. Mit einem bekannten Produkt und gutem Namen kann man nicht viel falsch machen. Der Markenname ist wichtiger als die Frage, ob das Geschenk originell ist oder nicht.

ct

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